26.09.2005

Bonns schnellster Kurierfahrer gewinnt GT4-Finale in der PlayStation LIGA

Gran Turismo 4-Finale auf der IAA

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Neu-Isenburg, 26. September 2005.
Rund ein halbes Jahr lang hatten ambitionierte PlayStation-Gamer die Möglichkeit, in der PlayStation LIGA und auf zahllosen Events, an der GT4-Challenge teilzunehmen. Schlussendlich wurden die besten elf zum Finale auf die IAA eingeladen. Zusätzlich wurde noch ein Platz auf der Games Convention in Leipzig ausgespielt und vier Starter während der ersten Besuchertage der IAA auf dem NISSAN-Stand ermittelt. So gingen beim Finale am zweiten IAA-Samstag insgesamt 16 Spieler an den Start. Der Preis war heiß und stand die 13 Messetage weithin sichtbar auf einem Podest in der Halle 3.1: ein knallgelber Nissan 350Z Coupé, 35th Anniversary Edition, 301 PS stark und rund 40.000 Euro teuer. Von dem Fahrzeug gibt es in Deutschland nur 100 Exemplare und davon nur 25 Stück in der streng limitierten gelben Ausführung.

Professional und fair
Wurde beim obligatorischen Gruppenphoto vor dem Start noch geflachst, dass der Traumflitzer fast wie ein Osterei aussehen würde, so waren Anspannung und Aufregung jedem der 16 Fahrer ins Gesicht geschrieben. Die beiden PlayStation 2-Simulatoren waren miteinander verlinkt, so dass die Gegner nicht nur gegen die Uhr fahren mussten, sondern sich auch Überholen oder am Überholen hindern konnten. Unfaire Fahrmanöver wurden ebenso mit Disqualifikation geahndet, wie das bei weniger guten Fahrern beliebte "an der Leitplanke" durch die Kurven schlittern.

Der virtuelle Kurvenkampf
Im ersten Teil des Finales mussten jeweils zwei, nach dem Zufallsprinzip ausgewählte, Fahrer gegeneinander antreten. Mit "El Capitan" war eine eher mittelschwere Rennstrecke programmiert auf der drei Runden zu absolvieren waren. Wer zwei Mal gegen einen Gegner verlor, flog raus. Die besten vier hatten sich schließlich für das Halbfinale qualifiziert und mussten auf der deutlich schwierigeren Strecke "Laguna Seca" ihr Können unter Beweis stellen. Jetzt galt das direkte K.O.System und nach etwas über einer Stunde standen bei beiden Schnellsten fest: Lars Schlömer, ein 25-jähriger Kurierfahrer aus Bonn, und Sandro Simon, ein 18-jähriger Abiturient aus Karlsruhe, der gerade seinen Führerschein macht.

Die "Grüne Hölle" im Finale
Die beiden Simulatoren wurden auf "Grüne Hölle" - Nürburgring Nordschleife - eingestellt und kurz nach 15.00 Uhr gab Uwe Bassendowski, Commercial Director Sony Computer Entertainment Deutschland, das Startsignal. Fünf Runden auf dem Nissan R89C Rennsportwagen erforderten volle Konzentration und perfektes Können. Schon nach etwa der Hälfte der Strecke konnte sich Lars, Spitzname "Mr.Nice", mit rund 30 Sekunden Vorsprung deutlich von seinem Gegner absetzen. Doch dann wurde deutlich, dass der Sprit bei beiden Teilnehmern nicht für die volle Distanz reichen würde.

War es vielleicht Absicht von den Programmierern, durch das erforderliche Nachtanken die Karten neu zu mischen und die Spannung zu erhöhen? Nun, Sandro, Pseudonym "Itto Ogami", hatte schneller getankt und für kurze Zeit sah es tatsächlich so aus, als könnte er den späteren Sieger, "Mr. Nice", in der letzten Runde noch abfangen. Denn in der Boxengasse schmolz der Vorsprung auf nur noch 10 Sekunden. Doch "Mr.Nice" behielt die Nerven und im Ziel die Nase vorn. Auch die schnellste Runde ging an den Champion, knapp 5:27 - eine absolute Fabelzeit auf der GT4-Nordschleife.

Mit einem strahlenden Lächeln übergab bei der Siegehrung Schauspielerin und Actionstar Yvonne-Maria Schäfer, statt einer Glitzertrophäe, den fast einen halben Meter großen, symbolischen Zündschlüssel zum Nissan 350 Z.

Platz Zwei für Sandro Simon "Itto Ogami”
Leer geht natürlich auch der zweite Sieger, Sandro Simon "Itto Ogami”, nicht aus. Er gewinnt die Ausbildung zur A-Lizenz bei Zakspeed auf dem Nürburgring. Vielleicht treffen wir ihn ja schon bald bei einem Tourenwagenrennen auf der echten Nordschleife wieder und dann kann er beweisen, was er bei GT4 gelernt hat.

Der dritte Platz und damit ein VIP-Paket für das 24h-Rennen 2006 auf dem Nürburgring ging an Jean Marie Rathje "JMR", der sich knapp gegen Robert Horst "Overkill" durchsetzen konnte.

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